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  • Ilse_Ritz

Beltane - Walpurgisnacht

Beltane

Nun hat das Licht ganz und gar die Herrschaft übernommen. Dies ist ein Fruchtbarkeitsfest, mit dem alle Saatvorgänge und das Wachsen der Saat gefeiert werden. Es ist ein Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Vereinigung und der Zeugung und wird in der Nacht vor dem 1. Mai gefeiert. Die Natur ist zu ihrer vollen Kraft erwacht – es grünt und blüht, neues Leben wird gefeiert und gezeugt. Beltane ist das Fest der „Strahlenden Sonne“. Der Keltische Sonnengott trägt den Namen „Belenus“, „Bel“ oder „Bal“. Zur Wintersonnenwende wird der Sonnengott geboren und zu Beltane ist er zu einem Jüngling herangewachsen, der seine Königswürde einfordert. So wird zB in vielen alten Ritualen dargestellt, wo der junge Königsanwärter sich beweisen muss, indem er den mächtigsten Hirsch im Wald erlegt und damit seine Stärke beweist. Der Hirsch verkörpert mit seinem Geweih den Jahreslauf der Sonne. Der Hirschkönig mußte mit der bloßen Hand den größten Hirsch im Revier jagen, um dann in der lichtvollen Zeit Herrscher über Natur und Menschen zu sein. Im Mai, wenn alles blüht und spriesst, kommt der strahlende Sonnengott vom Himmel, um die Blumengöttin, seine schöne Braut zu feiern. Beltane ist das Fest der großen Vermählung – Heilige Hochzeit der Göttin und des Gottes, die für die Fruchtbarkeit und die Weitergabe des Lebens standen. Das Fest des  Lebens und der Fruchtbarkeit der Erde, der Tiere und der Menschen. Die rote Göttin ist spürbar in dieser Zeit. Sie ist die Reife, die Mutter und steht für Sinnlichkeit, Erotik, Liebe, Lust, Lebensfreude, Fruchtbarkeit und schöpferische Lebenskraft.

Der Maibaum ist das Symbol dieser Zeit der Vereinigung und er ist der männliche Repräsentant des Weltenbaumes und Symbol für die maskuline Kraft der Sonne. Der Maibaum ist meist ein geschälter Birken- oder Fichtenstamm, dessen grün belassene Krone einen großen mit bemalten Eiern und roten, in Opferblut getauchten Bändern, geschmückten Blumenkranz durchstößt. Ein Zeichen der innigen Vereinigung des schönen Gottes mit seiner Braut. Der Maibaum ist auch Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenslust.

Walpurgisnacht

Walpurgis war die Maikönigin, eine heidnische Göttin, die später christianisiert und dann heilig gesprochen wurde. Die heilige Walpurga war eine Seherin. Ihr Sterbetag wurde zum Walpurgistag. Zu Walpurgis wurden Hexen und Zaunreiterinnen als Maigöttinnen verehrt. In dieser magischen Nacht wurden auch die weisen Frauen, die Hagazussen befragt. Die Hexe-Hagazussa-Zaunreiterin schaut in beide Welten. Eines der mächtigsten Schutzmittel der Zaunreiterin war die Spinne, sie wurde in einer Nußschale als Schutzamulett um den Hals getragen. Beliebtes Reisemittel der Hexen war der Hexenbesen aus Birkenruten. Johanniskraut und Holler gelten als Heilmittel gegen Verhexung.

Walpurgis war das Fest der wilden Weiber. Junge Frauen und Mädchen flochten Blütenkränze und tanzen um das Feuer als Ausdruck der Unbeschwertheit und Lebensfreude. In der Walpurgisnacht wurden in keltischen Ländern alle Feuer gelöscht und bei Sonnenaufgang wurde ein neues Feuer, das Beltane-Notfeuer rituell entzündet. Mit Holz von neunerlei Bäumen wurde das Feuer gefüttert. Vieles, was sonst verborgen ist, wandelt sich in dieser Nacht auf der Erde. Die Feenkönigin soll mit ihrem weissen Pferd übers Land reiten. Schau sie nicht an, denn sonst wirst du vielleicht auswerwählt, sie ins Feenland zu begleiten. Die Kraft der Walpurgisnacht liegt im vollen Mond. Beltane ist ein Mondfest, das sein Gegenüber im Jahreskreisfest Samhain hat. Alle Wünsche, die man in dieser Nacht an Universum sendet, sollen angeblich sofort erfüllt werden.

Die Kelten nannten das Sommerhalbjahr auch „Jahrestag“ und das Winterhalbjahr „Jahresnacht“. Mit dem 1. Mai begann bei den Kelten das Sommerhalbjahr, das vor allem durch Wärme, Licht, Fröhlichkeit und Feiern gekennzeichnet war. In der letzten Nacht der duklen Jahreshälfte , vom 30. April auf den 1. Mai öffnen sich die Türen zur Anderswelt und die Schleier zwischen den Welten werden dünn.

Themen : Sinnlichkeit und Lebensfreude, Schöpfungskraft und Liebe neu beleben- vor allem auch die Liebe zu uns selbst. Es ist eine Zeit des Blühens und es geht darum, Frieden zu schließen, zur Ruhe zu kommen und das Leben zu geniessen, das Leben in seiner Fülle im Hier und Jetzt zu erfahren.

Lindenbaum – Kraft der Liebe

Buche, Fichte, Föhre, Schwarzerle sind Hexenbäume

Der Weissdorn symbolisiert die Kraft des Herzens.

Junger Farn, solange er noch eingerollt ist, wird in ein Säckchen gegeben und als Schutz verwendet - Farn kann auch geräuchert werden.

Hexenrauch : Fichte, Wacholder, Beifuss, Bilsenkraut




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