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  • Ilse_Ritz

Ankommen – da sein – Mensch sein

hier auf unserer Mutter Erde erachte ich als ein sehr großes Geschenk. Wir dürfen hier auf dieser Erde ankommen, leben, lernen und uns weiter entwickeln. Wir sind eingebunden in den Kreislauf des Werdens, Wachsens und Vergehens. Wie nehmen wir dieses Geschenk an? Können wir das Leben an sich überhaupt noch als Geschenk betrachten, oder ist es schon zur Bürde geworden, die uns auferlegt wurde? Was machen wir mit diesem Geschenk? Fühlen wir uns überhaupt noch eingebunden in diesen Kreislauf des Werdens, Wachsens und Vergehens? Wie gehen wir mit unserem Lebensraum, mit der Natur, den Tieren, Pflanzen und unseren Mitmenschen um? Was für eine Welt überlassen wir unseren Kindern und all jenen, die nach uns kommen?

Leben wir noch miteinbander in diesem KREIS (lauf) oder haben wir uns abgespalten vom Miteinander? Wie gehen wir mit unseren Kindern um? Kommen wir unserer Verpflichtung nach, unsere Kinder liebevoll in diese Welt einzuführen, sie willkommen zu heißen und ihre Talente und Fähigkeiten zu fördern, die sie in das Leben mitbringen? Halten wir noch immer an den starren Vorgaben fest, wie unsere Kinder sein sollten? Zwängen wir sie womöglich in all das hinein, was für uns unerfüllt blieb? Geben wir ihnen Werte für ein gutes Leben mit, oder erziehen wir sie als Marionetten, die dem System getreu zu sein haben?

Gibt das gesellschaftliche System unseren Kindern die Erlaubnis, die mitgebrachten Herzens-qualitäten voller Achtsamkeit und mitfühlend zu leben oder gehen diese durch den Leistungsdruck, durch das „Funktionieren müssen“ immer mehr verloren.

Leben wir unseren Kindern noch Werte vor, oder überlassen wir das den Medien (Fernsehen, Internet), wo sich Gewalt, Konkurrenzkampf und Hass breit macht. Muss es denn immer laut um uns sein und muss immer alles in Aktion sein? Wann geben wir unseren Kindern die Möglichkeit still zu sein, bei sich zu sein und dem zu lauschen, was tief in ihnen wohnt?

Zeigen wir unseren Kindern noch die Schönheit der Natur? Begrüßen wir mit unseren Kindern den neuen Tag und heißen wir mit ihnen die Sonne willkommen? Schauen wir mit ihnen in der Nacht in den Sternenhimmel und beobachten wir mit ihnen, wie der Mond sich uns am Himmel zeigt? Machen wir sie noch vertraut mit den Elementen Luft, Feuer, Wasser und Erde? Sagen wir ihnen, dass wir auf unsere Mutter Erde gut acht geben müssen, da sie diejenige ist, die uns versorgt und Platz zum Leben gibt und das sie selbst ein Teil davon sind?

Leben wir unseren Kindern vor, wie wir achtsam, wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen? Sagen wir unseren Kindern, dass Bäume, Pflanzen, Tiere ebenso Lebewesen sind wir wir?

Sind wir noch in der Lege, unseren Kindern die Herzenswärme und die Anerkennung, die es zum Mensch sein braucht, zu geben, oder verlieren wir uns selbst im Dschungel der Überforderung und permanenten Berieselung von außen? Wie sieht es mit unserem Mitgefühl aus? Trauen wir uns, unsere Gefühle den Kindern zu zeigen, oder haben wir Angst, dadurch unsere Autorität zu verlieren?

Viele Fragen, die wir uns zu stellen haben. Gottseidank hat sich schon sehr viel geändert, was die Beziehung zu unseren Kindern betrifft und teilweise auch die Erziehung. All diese Fragen sollen ein Denkanstoß für uns sein, um hinzusehen und zu hinterfragen- wie mache ich denn das? Wie wird das bei uns gelebt ? Wollen wir zusammen mit unseren Kindern ein gutes Leben gestalten und gut auf unsere Mutter Erde und alle Lebewesen acht geben.

Bereiten wir unseren Kindern eine liebevolle „Ankunft“ auf der Erde. Heißen wir sie willkommen und geben wir ihnen ein „Nest“ voller Wärme und mitfühlender Liebe. Entdecken wir mit Ihnen ihre und unsere eigene innere und äußere Schönheit. Helfen wir uns gegenseitig das zu leben und in die Welt zu bringen wofür der Schöpfer uns vorgesehen hat.

Geben wir unser Bestes !

Wir alle wissen, wie prägend die Kindheit für uns ist. Wenn wir Liebe geben wollen, müssen wir erst einmal Liebe empfangen. Viele von uns wissen, wie wir in jahrelanger Arbeit an uns selbst, uns diese Liebe wieder zuteil werden ließen, die wir vielleicht von unseren Eltern und dem Umfeld, in das wir hineingeboren wurden nicht bekommen haben.

Wir wollen es anders machen – dieser Spruch erscheint mir sehr passend dafür: 

„WELCHE SCHWELLE DU AUCH IMMER BETRITTST, ES MÖGE JEMAND DA SEIN, DER DICH LIEBEVOLL WILLKOMMEN HEISST“

Feiern wir wieder das Fest der Geburt, führen wir unsere Kinder in einem liebevollen Rahmen mit einem Willkommensfest in unsere Gemeinschaft ein. Geben wir unseren Kindern die Namen, die ihrem Wesen entsprechen und feiern wir die Namensgebung in einem schönen, würdevollen Rahmen. Machen wir aus unseren herkömmlichen Geburtstagsfesten Segnungsfeste. Wir alle brauchen den Segen der Natur, des Himmels und der Erde und unserer Mitmenschen. So ist es !


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