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  • Ilse_Ritz

Samhain - Ahnenfest

Das Mondfest Samhain ist eines der vier Hauptfeste im keltischen Jahreskreis und markiert den Beginn der dunklen Winterzeit. Der Schwarze Gott der Unterwelt tritt seine Herrschaft an. Samhain ist der Name des Totengottes unserer keltischen Vorfahren. Er vermählt sich mit der Schwarzen Göttin, der Herrscherin des Totenreiches. Holle, die Erdgöttin des Totenreiches wacht über die Verstorbenen und heisst sie willkommen, sie wird beim Samhain-Fest im Besonderen um Beistand gerufen.

Für unsere Ahnen war Samhain auch der Beginn des neuen Jahres. Die Nacht von Samhain symbolisierte den Übergang vom Alten ins Neue. Um Samhain wurden die Tiere geschlachtet, die nicht über den Winter gefüttert werden sollten. Die Ernte war eingefahren und verarbeitet. Die Früchte des Feldes, der Wiesen und Wälder gehörten ab nun dem Totengott und wurden nicht mehr geerntet, mit Ausnahme der Mistel.

Um Samhain reinigten unsere Ahnen den Herd, damit die verstorbenen Verwandten und Vorfahren sie besuchen konnten. Sie zündeten Lichter an und stellten Totenspeisen wie Äpfel, Nüsse, Milch und Brei vor die Türe, da in dieser Zeit die Tore in die Anderswelt weit offen standen. Unsere keltrischen Vorfahren waren davon überzeugt, das die Toten an diesem Abend an den Ort ihres früheren Lebens zurück kehrten.

In den Nächten um Samhain, auch Geisternächte genannt, wagte man sich nur aus dem Haus, wenn man selbst als Geist verkleidet war, da man Angst hatte, von Totengeistern mitgenommen zu werden.


Samhain ist ein bedeutsames Fest unserer Ahnen, wir rufen sie, um ihnen zu danken, sie zu ehren und ihnen Opfergaben darzubringen. Diese Zeit ist eine der größten Kraftquellen für unser Leben, da wir in ständiger Verbindung mit unseren Ahnen sind – wir sind nicht getrennt von ihnen, ihre Präsenz ist allgegenwärtig. Wenn wir unsere Ahnen ehren und würdigen, bekommen wir viel Unterstützung und Segen von ihnen.

Zu Samhain wird Beifuss geräuchert, um eine gute Verbindung zur Anderswelt herzustellen und zum Schutz und zur Reinigung.

Auch die Mistel kann geräuchert werden, sie fördert einen guten Übergang in eine neue Phase.





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