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  • Ilse_Ritz

Das Lied vom Fluß

Gemächlich und majestätisch schlängelt sich der breite Fluß in die Weite des Landes. Gesäumt von dichten Sträuchern ziehen sie dahin – Welle um Welle. Am Ufer schmiegen sie sich sanft an Mutter Erde und in der Mitte des Flußes tanzen sie übermütig im Kreis – Welle um Welle. Das goldene Licht der Sonne spiegelt sich an der Oberfläche. Mancher Orts halten Weiden ihre Köpfchen in das kühle Naß und flüstern dem Fluß ihre Träume. Das sanfte Plätschern der Welle durchdringt die Stille. Breit und ruhig fließt er dahin und trägt die Gedanken mit, fort an einen Ort, wo wilde Winde das Wasser aufpeitschen und die dunklen Gedanken zerschlagen. Rein, wie glasklare Kristalle legen sich die guten Gedanken in die von Felsen durchdrungene Bucht. Klar und rein ist der Fluß hier und zeichnet über jehrtausende hinweg Muster und Rillen in die Felsen. Er schreibt seine Geschichte in Stein. Weiße Wolken ziehen wie riesige Schiffe am Himmel entlang. Im Licht der Sonne huschen die Schattengeister der Wolken über die sanften grünen Hügel. Sie breiten ihre Arme aus und ergreifen Hügel um Hügel. Dunkel färben sich die Hügelspitzen unter den Schattengeistern. So weit das Auge reicht erheben sich die sanften grünen Hügel und berühren liebevoll das Blau des Himmels. Die Schreie der Geier und Krähen mischen sich mit dem Gemurmel des Flußes. Wie eine große schützende Mutter durchströmt der Fluß die ebene Weite.


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